Mahtola

 

„Man kann nicht alle Tiere dieser Welt retten, aber die ganze Welt eines einzelnen Tieres!“

Der kleine Mahto stammt aus Rumänien und wurde dort an einer 1m kurzen Kette gehalten. Er ist im August 2014 als Pflegehund bei uns eingezogen und darf nun dauerhaft bei uns bleiben. Man merkt ihm an, dass er schon viel Schlimmes in seinem Leben erlebt hat und trotzdem hat er sich so ein unglaublich liebes Wesen bewahrt.

 

Da Mahtola mit einer Kopfschiefhaltung bei uns ankam und er Probleme beim Aufstehen und Laufen hatte sind wir nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch schon zum Tierarzt. Die Kopfschiefhaltung ist wohl eine Folge des Vestibularsyndroms aufgrund eines  alten Traumas am Kopf. Vergleichen kann man das mit einem Schlaganfall, die Folgeerscheinungen sind oft ähnlich wie beim Menschen. Mahto hat dadurch Probleme mit der räumlichen Wahrnehmung, konnte anfangs nur kurze Strecken geradeaus gehen und hat durch die Schiefhaltung eine Fehlstellung der Vorderbeine sowie Arthrose in der Halswirbelsäule. Leider hat sich dann auch noch herausgestellt, dass er wohl an Polyarthritis leidet und starke Schmerzen in allen Zehengelenken hat.

Mit entsprechender Behandlung und Physiotherapie geht es dem kleinen Mann nun schon wesentlich besser. Mahto läuft auf dem Spaziergang immer länger geradeaus und hat beim Aufstehen keine Probleme mehr. Auch das Treppensteigen geht deutlich besser.

Unser kleiner Rumäne ist ein richtig toller Hund. Außer einer Trennungsangst hat er uns nie Arbeit gemacht, er hat sich super in die Hundegruppe eingefügt und möchte einfach nur gefallen. Er ist verträglich mit allem und jedem, befolgt seine Kommandos zuverlässig und bleibt auf dem Spaziergang immer in meiner Nähe. Es gibt wirklich nichts Negatives über ihn zu sagen und wir mussten so gut wie nichts mit ihm üben.

Trotz seiner Behinderung ist er ein aufgewecktes Kerlchen, der gerne neue Sachen lernt und Clickertraining liebt. So gut wie jeder Trick, den er körperlich ausführen kann lernt er in Windeseile und kann nicht genug davon kriegen.

Und wenn er mal nicht so fit ist liebt er es von Herrchen im Fahrradanhänger durch die Gegend gefahren zu werden ;-)

Mahtola durfte schon nach 4 Wochen auf dem kompletten Spaziergang ohne Leine mit gehen. Er scheint unglaublich dankbar zu sein und taut jetzt immer mehr auf. Die Rituale und Regeln, die wir ihm vorgeben scheinen ihm gut zu tun und er genießt es sichtlich bei uns zu sein. Wir können es nicht glauben, dass dieser kleine Knutschbär tatsächlich sein Leben an der Kette verbringen sollte.